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„Gewalt oder Vielfalt?“ – ZDF-Doku zur Eisenbahnstraße

Mit einer neuen Dokumentation hat das ZDF sich der Leipziger Eisenbahnstraße gewidmet. Die 30-minütige Reportage vom 6.11.2016 mit dem Untertitel „Crimespot oder Multikulti-Wunderland?“ stellt bekannte Fragen zur angeblich „schlimmsten Straße Deutschlands“, aber nähert sich die Thematik dabei relativ ergebnisoffen. Damit zeichnet sie ein ausgewogeneres Bild der pulsierenden Straße in Leipzig Ost, als es die berüchtigten „Taff“-Dokus in den letzten Jahren machten.

Ob alteingesessenen Anwohnern, Zugezogene oder Immobilienhändler, Rentner und Sozialarbeiter, Polizisten und Gangmitglieder oder Junkies und Dealer – alle finden ihren Platz in der Reportage. Nach Angaben der Autoren soll so ein Bild gezeichnet werden, „das die Gefahr nicht verschweigt, aber die Hoffnung betont“, dass die Eisenbahnstraße vom sozialen Brennpunkt zu einem multikulturellen Schmelztiegel wird. Das Etikett „schlimmste Straße Deutschlands“ wird so letztendlich als überzeichnetes Vorurteil enttarnt, das im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten hinkt. In der ZDF-Mediathek ist die Doku als Stream mittlerweile nicht mehr verfügbar, kann aber bei diversen Uploads auf Youtube geschaut werden.

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